17⁴
„erinnert an eine der ſchönſtenglund heldenkühnſten Waffenthaten des Feldzugs von Auſterlitz. Es iſt jenes ruſſiſche Geſchütz, welches der ſiebzehnjährige Napoleon Maillebvis, kaiſerlich⸗königlicher Ka⸗ nonier im vierten Regiment erobert hat.“
„Der Tauſend, Nap, Dein Püppchen,“ ſchmun⸗ zelte Morland,„wahrhaftig, das iſt nobel vom Kaiſer, daß er das nicht hat mit einſchmelzen laſſen.“
Jetzt gelangte der Kanonier zu hohen Ehren. Er ward der Gegenſtand der allgemeinſten Bewun⸗ derung, ſeine außerordentliche Tapferkeit trat Allen wieder lebhaft vor Augen. Man vergaß ſelbſt eine Zeit lang das Brautpaar.
„Und jetzt, meine Freunde,“ fuhr Junot fort, nachdem man den Zwölfpfünder von allen Seiten beſehen und betaſtet hatte,„wollen wir auf der Platt⸗ form des Herrnhauſes, von wo man eine ſchöne Ausſicht über die Umgegend genießt, die verſprochene Geſundheit auf die Brautleute trinken.“
Der General hatte wahr geſprochen; von der Plattform des Herrnhauſes genoß man eine reizende Ausſicht auf die ganze umliegende Gegend. Man konnte von hier das ſchöne Gut mit all' ſeinen Wal⸗ dungen, Wieſen, Aeckern, Gärten, Teigen, Rebhügeln und dem dazu gehörigen freundlichen Dörfchen über⸗ ſehen.
Die Sonne, welche ſich bereits nach Abend neigte, ruhte mit Liebe über Berg und Thal und vergoldete rings die friedliche Landſchaft. Da brachte Junot ſeinen Toaſt auf das Brautpaar aus, der Cham⸗ pagner perlte und die Gläſer klangen unter Jubel aneinander.
„Und jetzt,“ fuhr der General fort,„hab' ich


