Teil eines Werkes 
22. Band, Der neue Cäsar : ein Seitenstück zu "1813" und "Elba und Waterloo" : 3. Band (1854)
Entstehung
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Erſchreckt nicht, jetzt beſcheert der heilige Chriſt.

Und dem war auch ſo. Wer vermöchte des Jüng⸗ lings ſelige Ueberraſchung zu ſchildern, nachdem er in den großen, herrlich geſchmückten Saal getreten. Da ſaßen auf einer Ottomane die Kaiſerin Joſe⸗ phine und neben ihr Florentine, in himmliſcher Schönheit, geſchmückt wie eine Braut. So wie die Kaiſerin Armand erſchaute, der mehr todt als le⸗ bendig in der Mitte des Saales ſtand, bis wohin ihn der General gebracht hatte, erhob ſie ſich, und Florentine zu ihm führend, legte ſie die fieberhaft glühende Hand des reizenden Kindes in ſeine Rechte, indem ſie mit ihrer ſonoren ſanften Stimme die Worte

ſprach:

Edelſinn und Tapferkeit empfange hier⸗

mit den Lohn der treuen Liebe.

Zugleich war auch der Kaiſer durch eine Tapeten⸗ thür hereingetreten und überreichte Florentinen ein Papier mit den Worten:

Der Thränen ſind genug gefloſſen, gern biete ich die Hand der Verſöhnung.

Das Schreiben enthielt die Begnadigung von Flo⸗ rentinen's Oheim, des Grafen von Nevers, wel⸗ cher von dem Kriegsgerichte war zum Tode verurtheilt worden.

Die Liebenden waren auf die Knie geſunken und hielten wie betend die Hände empor zu ihren kaiſer⸗ lichen Wohlthätern. Sanft hob der Kaiſer das ſelige Paar empor und mit demſelben in den angrenzenden Saal tretend, wohin unterdeß die Geſellſchaft aus dem Parke geführt worden war, ſprach er:

Fräulein Florentine von Nevers und der Gardecapitain Armand Maillebois empfehlen ſich