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Verluſt der Oeſtreicher nahe an funfzigtauſend Mann betrug, nebſt ſiebenzig Stück Geſchütz und dreitauſend Pferden, womit eine Dragonerdiviſion, die von Bou⸗ logne zu Fuß gekommen war, beritten gemacht wurde.
Die Ceremonie währte faſt den ganzen Tag. Während der ganzen acht Tage, welche die Franzo⸗ ſen vor Ulm zubrachten, war das unfreundlichſte Regenwetter; dieſes klärte ſich plötzlich auf, und die öſtreichiſche Armee zog bei ſchönſtem Sonnenſchein aus der Feſtung.
Der Kaiſer hielt während dieſes Ausmarſches auf einer kleinen Anhöhe vor der Fronte ſeiner Armee. Ihm zunächſt ſtand ſeine Garde und er ſelbſt war umringt von einem glänzenden Generalſtabe. Ein großes Feuer war angezündet worden. Hier empfing der Kaiſer die öſtreichiſchen Generale, ſiebzehn an der Zahl. Er beklagte ſich über das Verfahren ihrer Regierung, welche ihn ohne Kriegserklärung angegrif⸗ fen habe und ſagte:„Dieſelbe hätte beſſer gethan, anſtatte Aſiaten in europäiſche Angelegenheiten zu mengen, ſich mit mir zu verbinden, um der ruſſiſchen Vergrößerungsſucht in den Weg zu treten.“
Während Napoleon, auf ſeinem Pferde gebückt und in der einen Hand über den Sattelknopf die Zügel haltend, die andere auf ſeine rechte Hüfte ſtü⸗ tzend, dem Vorübermarſch der öſtreichiſchen Colonnen zuſchaut, ſieht man ihn plötzlich die Stirne runzeln.
Ein General in ſeiner Nähe erzählt nämlich ſei⸗ ner nächſten Umgebung, angeblich eine von einem Soldaten ſeiner Diviſion erfundene Anecdote.
„Vor einigen Minuten,“ meinte derſelbe,„durch⸗ ſchritt ich die Reihen meiner Soldaten, und als ich ſie frage: Nun wie gefallen Euch die Gefangenen?
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