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während die nach dem Bodenſee entſendeten Truppen in Eilmärſchen zurückkehrten. Dieſe Bewegung kam zu ſpät. Marſchall Ney, der ſich am ſechſten Oeto⸗ ber zu Koſſingen befand, aber ſeitdem die Donau entlang vorgerückt war, ließ Günzburg am neunten Oetober durch den General Malher angreifen, wäh⸗ rend er ſelbſt gegen Grünberg ſtürmte und den General Lviſon nach Langenau entſandte.
Erzherzog Ferdinand kam Günzburg zu Hülfe, aber ſein Bemühen war vergeblich. Die Briücke ward erobert und die Stellung mit allem Geſchütz, das ſie vertheidigt hatte, durch die Franzoſen ge⸗ nommen.
Zu derſelben Zeit führte Murat Bewegungen aus, welche den Oeſtreichern jeden Rückzug abſchnei⸗ den ſollten. Als dies Erzherzog Ferdinand ge⸗ wahrte, warf er ſich eiligſt nach Ulm. Mack ſelbſt verließ haſtig das Städtchen Burgau, wo er ſein Hauptquartier hatte, und wo die franzöſiſche Reiterei Miene machte, ihn einzuſchließen.
Das Gefecht bei Günzburg koſtete den Oeſtrei⸗ chern dritthalbtauſend Mann.
In dem Grade, als dieſe erſten ſiegreichen, durch das wunderbare Kriegsgenie Napoleon's, die Pünkt⸗ lichkeit ſeiner Generale und perſönliche Bravvur ſei⸗ ner Armee herbeigeführten Ereigniſſe, das Vertrauen der Franzoſen erhoben, in demſelben Grade brachten ſie Muthloſigkeit bei der Gegenpartei hervor.
Die Feſtung Memmingen gab das erſte Bei⸗ ſpiel der zahlreichen Capitulationen, wodurch Europa in Erſtaunen geſetzt wurde. General Sebaſtiani war am eilften October vor dieſem Orte erſchienen; am andern Tage traf Soult mit ſeinen drei Divi⸗ ſionen daſelbſt ein. Nach einer Berennung von vier⸗


