Teil eines Werkes 
21. Band, Der neue Cäsar : ein Seitenstück zu "1813" und "Elba und Waterloo" : 2. Band (1854)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

reich in Paris ſich zuſammen gefunden hat, mein Aſyl ausfindig zu machen?“

„Ich habe auch ſeit fünf Tagen das Häuſermeer wie eine Fahrmaus durchfahren,“ war die Antwort; „erſt heute erfuhr ich durch Conſtant Eure Woh⸗ nung.“

„Durch Conſtant, den Kammerdiener des Kai⸗ ſers?“ frug Armand.

„Ganz Recht,“ erwiederte der Doctor,„wir ſind alte Bekannte noch aus dem Königthume her; Ihr müßt Eure Adreſſe in den Tuilerien abgegeben haben.“

„So iſt es,“ verſetzte Armand; Bonorand fuhr fort:

„Da fällt mir übrigens bei Conſtant ein, daß Ihr Euch ſehr für das Privatleben des Kaiſers und der Kaiſerin intereſſirt. Nun, laßt nur erſt den Krö⸗ nungslärm ein Wenig vorüber ſein, ſo will ich Euch und Conſtant auf einen Champagnerpunſch zu mir laden, dem, wie ich weiß, Ihr beide zugethan ſeid; 3 da ſoll uns der Kammerdiener erzählen.“

3 Armand geſtand, daß ihm hierdurch ein außer⸗ ordentlicher Gefallen geſchehe; als die Beiden durch Trompetengeſchmetter wieder an's Fenſter gelockt wurden.

„Das verteufelte Getude und Tainteraintain hab' ich nachgrade überdrüßig,“ ſprach der Doctor,„man bekömmt mit der Zeit Ohrenreißen davon. Was giebts denn wieder?“

„Es iſt ein Waffenherold,“ verſetzte Armand, „der von einer wahren Fluth von Menſchen umwogt wird, und wenn mich mein Ange nicht trügt, Gesd⸗ ſtücke unter das Volk wirft.“

„Aha, das ſind die Krönungsmünzen,“ rief Bo⸗