ben an den Fuß des Altars, um daſelbſt die heilige Salbung zu empfangen.
Der Papſt verrichtet die dreifache Salbung, eine auf das Haupt und die andere auf beide Hände. Hierauf werden Kaiſer und Kaiſerin von denſelben vier hohen Geiſtlichen wieder zu dem kleinen Throne zurückgeführt, woſelbſt das heilige Oel bei dem Kai⸗ ſer von dem Oberkammerherrn, bei der Kaiſerin von der Ehrendame abgetrocknet wird.
Unterdeß beginnt der Papſt die Meſſe. Seine Heiligkeit ſegnet die Krone, das Schwert, den Man⸗ tel und die Ringe. Hierauf begeben ſich Ihre Ma⸗ jeſtäten abermals zum Altar, von denſelben vier Geiſt⸗ lichen und außerdem von Erzkanzler, Erzſchatzmeiſter, Oberkammerherrn, Oberſtallmeiſter und zwei Kammer⸗ herren, die dem Kaiſer, und der Ehrendame und der hame d'Atour, die der Kaiſerin folgen, begleitet.
Es werden ſodann dem Kaiſer der Ring, das Schwert, der Mantel, die Hand der Gerechtigkeit, der Scepter, und der Kaiſerin der Ring, der Mantel und die Krone überreicht.
Hierauf nimmt Napoleon die vom Papſt ge⸗ weihte Krone vom Altar und ſetzt ſich dieſelbe unter allgemeinem Glockengeläut, unter weithinhallendem Donner der Kanonen, dem Wirbeln der Pauken und Schmettern der Trompeten auf's Haupt. Dieſelbe Handlung wiederholt er gleich darauf mit der vor ihm knicenden Kaiſerin, indem er derſelben die zweite in reicher Dimantenpracht funkelnde Krone auf die ſchöne Stirn drückt.
Die Krone des Kaiſers war einfach aber ge⸗ ſchmackvoll. Sie war von Gold gearbeitet, und be⸗ ſtand aus Eichen- und Lorbeerblättern. Die Krone der Kaiſerin bildeten acht Zweige, die ſich unter einer


