Teil eines Werkes 
20. Band, Der neue Cäsar : ein Seitenstück zu "1813" und "Elba und Waterloo" : 1. Band (1854)
Entstehung
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ihn aus beiden Ohren, ſo daß er zwei volle Tage taub blieb.

Mit nicht geringerer Geſchäftigkeit als die Hafen⸗ arbeiten waren die Schiffsbauten betrieben worden. Kanonierböte, Schaluppen, Plattböte, Peniſche, waren auf all den Schiffswerften der Häfen der Normandie und der Bretagne erbaut und in ungeheurer Anzahl längſt der Küſte nach Montreuil, Calais und Dün⸗ kirchen geführt worden, wo man ſie mit Takelwerk, Mannſchaft und Kriegsbedarf verſah. Sie ſämmtlich lagen im Hafen von Boulogne, der von fünf Forts beſchützt wurde.

Die Schiffslinie, welche den Eingang zum Hafen verſperrte, beſtand aus zweihundert und funfzig Ka⸗ nonierſchaluppen und aus mehr denn ſechzig größern Kriegsſchiffen.

Außer dieſer furchtbaren Vertheidigungslinie war noch die ganze Küſte mit Batterien bedeckt, die größ⸗ tentheils aus grobem Belagerungsgeſchütz beſtanden und von der Landartillerie bedient wurden.

Im Hintergrunde des Hafens erblickte man eine kleine Brücke, Pont⸗de⸗Service genannt, welche zu den Pulver⸗ und Munitionsvorräthen führte, die hier in ungeheuren Maſſen aufgehäuft lagen. Abends nach dem Zapfenſtreiche durfte Niemand dieſe Brücke mehr paſſiren, ohne der zweiten Schildwache die Parole ge⸗ geben zu haben. Die erſte Schildwache ließ Jeder⸗ mann an ſich vorüber, aber Niemand wieder zurück. Wer daher die Parole nicht wußte, wurde von der zweiten Schildwache auf die erſte zurückgeſtoßen, und von dieſer auf der Stelle mit den Bajonnetten nie⸗ dergeſtochen. Dieſe Brücke war in der Armee unter dem Namen der Teufelsbrücke allgemein bekannt. Man hatte dieſe ſtrengen Vorſichtsmaßregeln für äußerſt