Teil eines Werkes 
18. Band, Die Erbschaft in Kabul : komischer Roman : 1. Band (1854)
Entstehung
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Zeiſig, Vetterlein und Süßmilch klatſchten aber jubelnd in die Hände und riefen ununterbrochen: Tohu, Bohn, Tohu, Bohn, das iſt prächtig!

Und ſie waren es. Der wackre Capitain hatte zufällig von dem doppelten Hochzeitfeſte Kunde er⸗ halten und dieſe Gelegenheit benutzt, auch ſeine junge Frau den einſtigen Reiſegefährten vorzuſtellen. Dieſe war aber Niemand anders, als die reizende Brami⸗ nin, und die Sache alſo zugegangen. Sir John, als eifriger Chriſt, hatte es unmittelbar, nachdem ſich die Blume Hindoſtans unter ſeinen Schutz begeben, nicht unterlaſſen können, der Heidin die Vorzüge des Chriſtenthums, wo ſich die Wittwen nicht zu ver⸗ brennen brauchen, anſchaulich zu machen. Bei dieſem löblichen Bekehrungswerke war er aber ſelbſt vom Weiberhaſſer zum Liebhaber bekehrt worden. Kurz, der bekehrte Hageſtolz heirathete ſpäter. Die bekehrte und getaufte Heidin befand ſich ganz wohl in dem neuen Stande. Um die junge Frau nicht immer in Angſt und Bangen zu verſetzen, hatte er dem wüſten Seeleben entſagt und ſich in den geſegneten Vierlan⸗ den Hamburgs ein höchſt freundliches Landgut ge⸗ kauft, wo er endlich in Erfahrung brachte, daß ſich's daſelbſt doch beſſer leben laſſe, als zwiſchen Himmel und Wellen. So fügt ſich's in der Welt.

Doctor Barring, namentlich ſeit dem letzten Schiff⸗ bruche und dem Aufenthalte an der afrikaniſchen Küſte dem Seeleben gleichfalls abhold, hatte ſich in Hamburg niedergelaſſen, woſelbſt er als praktizirender Arzt eines ausgezeichneten Rufes genoß. Wöchentlich fuhr er regelmäßig einmal in die Vierlande nach dem Gute ſeines alten Freundes, wo man ſich in ſtillum⸗ blühter Laube, wenn der Abendſtern herrlich ſtrahlte und Cöleſtine, dieſen Namen hatte die Blume Hin⸗