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im Begriff, auf den ganzen Anzug zu verzichten, als Lagemann fortfuhr:„Ihr müßt nur bedenken, daß Ihr in Euerer dermaligen Garderobe den Zweck der Reiſe vollkommen verfehlt. Glaubt Ihr, daß die Bewohner Kabuls nicht ebenfalls Ambition beſitzen, daß ſie wollen honorirt ſein und auf Etiquette und vorzüglich auf ſtandesgemäße Kleidung ſehen? Mir kann's gleich ſein, ob Ihr von meinem großmüthigen Darlehn Gebrauch machen wollt oder nicht, ich behalte mein Geld, und weiß was ich habe, beſſer iſt immer, ich habe, als ich hätte.“
In Zeiſig's Innerm kämpfte es gewaltig. Die Befürchtung, ohne Lagemann's Habit nicht durch die Welt zu kommen, ward immer gewiſſer, ſo daß er endlich nicht umhin konnte, auf das wucheriſche Ge⸗ ſchäft einzugehen.
Seufzend ſtellte Zeiſig die Ceſſion aus, die der unchriſtliche Attaché ſogleich ſeiner Brieftaſche einver⸗ leibte, wo bereits die Hanno'ſche Anweiſung ſtak.
Am folgenden Tage fuhren Nachmittags drei Uhr zwei elegante Equipagen mit betreßter Dienerſchaft vor, welche Herrn Siebecke und Comp. angehörten und beſtimmt waren, das Kabulheer und den jungen Mo⸗ rand, der Herrn Siebecke bereits brieflich bekannt, zum Diner nach Eppendorf zu transportiren. Bevor die Niederroßlaer mit ihrer Toilette zu Stande gekommen, hatte es einer enormen Zeit bedurft; der ganze Tag, von frühem Morgen an, war darauf gegangen.


