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Bei ihrer Ankunft zu Weißenfels ſtößt ſie auf feind⸗ liche Cavallerie. Der General Souham ſelbſt iſt von aller Cavallerie entblößt. Doch ohne ſolche zu er⸗ warten, marſchirt er gegen den Feind. Die Ruſſen fahren zwölf Kanonen auf, die Franzoſen eine gleiche Zahl. Es beginnt eine heftige Kanvnade. Der Feind verſuchte wiederholte Angriffe, wird aber durch Pelotonfener unſerer Quarre's zurückgeworfen. Die Ruſſen entſchließen ſich zum Rückzuge, und unſere jungen Soldaten, ſtolz auf ihren erſten Sieg, ziehen unter dem Rufe:„Es lebe der Kaiſer!“ die Zſchacko's auf den Flinten, in Weißenfels ein.
„Am 1. Mai erfährt der Kaiſer um drei Uhr Mor⸗ gens, die Vorpoſten hätten einen ſtarken feindlichen Nachtrab ſignaliſirt, der ſich auf den Höhen von Poſerna zu halten ſcheine. Er ſetzte ſich zu Pferde, von ſei⸗ nem ganzen Generalſtabe begleitet.
„Die Straße über Weißenfels hinaus ſenkt ſich in das Thal von Grünbach, wo die Dörfer Rippach und Poſerna liegen; auf der entgegengeſetzten Seite ſteigt es wieder aufwärts und führt dann auf die große Ebene von Lützen und Pegau.
„Dieſen Engpaß ſcheint der Feind vertheidigen zu wollen. Der General Winzingerode beſetzt die Höhen mit ſechs Kanonen und mit bedeutenden In⸗ fanterie⸗ und Cavalleriemaſſen.
„Der Kaiſer giebt Befehl, dieſe Stellung zu neh⸗ men. Die Diviſion Souham bildet noch immer die Avantgarde. Unſre Veteranen betrachten mit Theil⸗ nahme die Manövres unſrer Conſeribirten. Die Armee hat keine Cavallerie, die Gardecavallerie iſt noch um ein paar Tagemärſche zurück. Wir betreten die großen Ebenen Sachſens; dort erwarten uns Schlachten, und junge Infanterie iſt unſere Stütze, ſie zu gewinnen.


