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ihrer Beſtandtheile, Bereitung und Wirkung voraus, und fuhr dann ungefähr folgendermaßen fort:„Die Blauſäure iſt unter allen bekannten Giften das Furcht⸗ barſte, und wird vorzüglich in dem Saamenkerne des ſogenannten Steinobſtes, als da ſind Pfirſich, Pflaume, Kirſche u. ſ. w. gefunden. Dies brachte mich auf die Idee, ob nicht auch die Blüthe dieſer Obſtarten Gift ausſtrömen ſollte, und zwar ein noch feineres und wirkſameres, als ſpäter in den Kernen, die doch auch erſt aus der Blüthe hervorgehen, gefunden wird. Ich unterſuchte die Blüthen, fand aber meine Erwar⸗ tung getäuſcht, wie oft ich meine Verſuche wiederholte.
Ich ließ die Sache ruhen und dachte nicht mehr daran.
Als jedoch durch die Bekanntſchaft mit Ihnen obige Lieblingsidee wieder rege geworden, begannen meine Forſchungen auf's Neue und ſo fand ich endlich, was ich ſuchte.“
„Sie fanden,“ fiel William ein,„himmliſcher Doe⸗ tor, alſo in der Baumblüthe?“
„Nicht in der natürlichen, wie ſie der Frühling hervorruft,“ fuhr der Arzt fort,„ſondern in der künſt⸗ lichen, in der unnatürlichen, wo mit Gewalt in die Natur geſtürmt wird, daß der Baum binnen Kurzem in voller Blüthe ſteht.“
„Aber wie iſt das möglich?“ frug William ver⸗ wundert. 4
„Erklärt ſich leicht,“ ſprach der Arzt.„Durch ein chemiſches Mittel, das ich erfunden, werden die Säfte des Baumes ſo angegriffen, daß ſie mit aller Macht die Blüthe hervortreiben, unbekümmert um die Jah⸗ reszeit. Aber eben dieſes tödtliche Stürmen in den geregelten Gang der Natur macht die hervorgetriebe⸗ nen Blüthen zu Todbringenden, deren Duft die voll⸗ kommenſten Wirkungen der Blauſäure in ſich trägt⸗


