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Menſchen empor und ſtellte ſich neben eine Säule. Da ſah er im Innern einen großen Raum, auf dem geputzte Herren herum gingen oder ſtan⸗ den, er ſah einen erhöhteren Raum, der um den erſten herumlief, auf dem ſich Tiſche und Stühle befanden, und er ſah noch ganz Oben rings herum einen Bau, wie eine zierliche Bühne, auf der man ſitzen und nach abwärts ſchauen konnte. Ueberall gab es Menſchen. An den Säulen und Brettern waren ſchon die Nägel und Latten, an denen man die Lam⸗ pen, die Tuchverzierungen und Blumen befeſtigen würde.
Hanns fragte einen Mann, an dem er dicht gedrängt ſtand, was es gäbe.
„Es werden die Treiber, die Heger, die Jäger und alles Andere ver⸗ leſen, was morgen bei der Treibjagd im Langwalde ſtatt haben ſolle,“ antwortete der Mann.
Wirklich ſah Hanns mehrere Herren an einem Tiſche mit Papieren beſchäftigt, er ſah wie ſie ſprachen, und an manche Bewohner der Gegend Zettel vertheilten.
Oben auf der zierlichen Bühne ſah er nebſt vielen andern Menſchen auch Hanna ſitzen. Sie ſaß neben dem wunderſchönen Guido, hatte ihre weiche Hand in ſeine beiden gelegt, und ſo ſahen ſie in den Saal hinab.
Jetzt trat ein Herr von dem Tiſche weg und rief:„Nun wollen wir die Schützen verleſen, auf welchen Ständen ſie ſich morgen vor Tages⸗ anbruch einfinden ſollen, und auf welchen Jeder, ehe die Sonne aufgeht, gerüſtet daſtehen muß.“
Es ward in dem Saale etwas ſtiller, und der Herr las mit lauter Stimme aus einem Papiere vor:„Herr Andreas bei der rothen Lake.“ „Weiß ſie nicht.“
„Gidi wird Dich führen.“
„Herr Gunibald in der Kreire.“
„Weiß ſie.“
„Herr Friedrich von Eſchberg am gebrannten Steine.“
„Weiß ihn nicht.“
„Der Schmied Feirer wird Euch begleiten.“
„Herr Guido beim beſchriebenen Tännling.“
„Weiß ihn.“
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