ein, ging von da nordwärts und kehrte durch die Schweiz in das Vater⸗ land zurück.
Es war ein trüber, nebliger Tag, als ich in Treuluſt eintraf. Der tiefe Herbſt hing über der Gegend. Auf den Feldern waren keine Früchte mehr, ſondern die Halme waren eingefurcht, und die braunen naſſen Schollen liefen dahin. Nur einige Futterkräuter und das letzte Gras auf den Rainen und Wieſen gab der Gegend ein Grün. Als ich zwiſchen meinen Gartenanlagen hinein fuhr, kamen mir die Gewächſe, die in den⸗ ſelben ſtanden, und die ich ſelber mit Freude gepflanzt hatte, wie ſchlechte Dinge vor. Unter Maria's Händen wären ſie beſſer gediehen.
Man hatte mich noch nicht erwartet; denn ich hatte in der letzten Zeit nicht geſchrieben und von meiner Rückkehr nichts gemeldet. Als ich daher mit Poſtpferden in den Hof hinein fuhr, und ſie mich beim Aus⸗ ſteigen erkannten, kamen Alle herbei, welche eben im Gebäude waren, und begrüßten mich und bezeugten ihre Freude, daß ich da ſei. Mancher hatte mir zu ſagen, welche Veränderungen während meiner Abweſenheit vorgefallen ſeien, und was er mir zeigen müſſe. Mich freute die Freude der Leute, und es rührte mich, daß ich hier eine ſolche Anhänglichkeit beſitze.
Ich dankte Allen und grüßte ſie von Herzen. Dann ließ ich meine Sachen abpacken, und mehrere der Leute geleiteten mich in meine Zimmer. Dort erwartete mich etwas Liebes. Ich fand nämlich da die Dinge, welche ich in Rikar's Hauſe geſchenkt erhalten und von Riva hieher ge⸗ ſendet hatte. Der Altknecht hatte ſie auspacken und da nieder legen laſ⸗ ſen. Auf dem Tiſche lag der Teppich, und ließ einen Zipfel herab hän⸗ gen, zum Zeichen, daß ihn meine Leute auseinander gelegt hatten, um zu ſehen ob er ſchön ſei. Daneben lag das Fernrohr, lag der Lichtſchirm, die Bücher Maria's, die Büchschen mit dem Geigenharz, die Fächer mit den Saiten und alle die landwirthſchaſtlichen Gegenſtände und Dinge. Nur was an Knollen und Sämereien noch im Herbſte in die Erde mußte, hatte der Gärtner nach meiner geſendeten Anweiſung untergebracht.
Die Zimmer waren nicht im geeigneien Zuſtande.
Als ich ein wenig geſeſſen war, und mich wieder an den Anblick meiner Wände gewöhnt hatte, befahl ich, daß man die Zimmer etwas in Ordnung bringe, namentlich daß man ſie lüfte und dann heitze, ich
würde unterdeſſen ein Weilchen in dem Hauſe herum gehen. Als meine Anordnung in Vollzug geſetzt und die Zimmer in Bereit⸗


