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egenbild.
A einem ſchönen grünen Platze, der bergan ſteigt, wo Bäume ſtehen und Nachtigallen ſchlagen, gingen mehrere Jünglinge in dem Brauſen und Schäumen ihres jungen kaum erſt beginnenden Lebens. Eine glän⸗ zende Landſchaft war rings um ſie geworfen. Wolkenſchatten flogen, und unten in der Ebene blickten die Thürme und Häuſerlaſten einer gro⸗ ßen Stadt.
Einer von ihnen rief die Worte:„Es iſt nun für alle Ewigkeit ganz gewiß, daß ich nie heirathen werde.“
Es war ein ſchlanker Jüngling mit ſanften ſchmachtenden Augen, der dieſes geſagt hatte. Die Andern achteten nicht ſonderlich darauf, mehrere lachten, knickten Zweige, bewarfen ſich und ſchritten weiter.
„Ha, wer wird denn heirathen,“ ſagte Einer,„die lächerlichen Bande eines Weibes tragen, und wie der Vogel auf den Stangen eines Käſiches ſitzen?“
„Ja, Du Narr, aber tanzen, verliebt ſein, ſich ſchämen, roth wer⸗ den, gelt?“ rief ein Dritter, und es erſchallte wieder Gelächter.
„Dich nähme ohnehin Keine.“
„Dich auch nicht.“
„Was liegt daran?“
Die nächſten Worte waren nicht mehr verſtändlich. Es kam noch durch die Stämme der Bäume ein luſtiges Rufen zurück und dann nichts mehr; denn die Jünglinge gingen bereits auf der ſchiefen Fläche, die ſich von dem Platze weg zieht, empor und ſetzten die Gebüſche der Fläche in
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