Teil eines Werkes 
1. und 2. Lieferung (1819)
Entstehung
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mir zu lang euch alle aufzuzaͤhlen, und der Tod will nicht mehr warten.

Ich war Alles und Nichts. Das konnt ihr euch beweiſen, wenn ihr alle, die ihr Freunde, d. h. Abbilder von mir wart, zuſammenkommt, und dann ſeht, wie auch Nichts draus wird. Wie konnt ich wohl Eins von alle dem ſein, da es vor mir ſchon Menſchen geweſen, und doch Men⸗ ſchen geblieben waren, wie vorher? das half mir ja Nichts. Ich war Nichts und haͤtte euch das längſt erzählen köͤnnen. Aber ich hatte Mirleid mit euch. Eure Maulwurfsaugen waͤren fa von der Erfahrnng ganz geblendet worden. Jeßt aber vor der engen Pforte will ich euch ſagen: Ich weiß was ich weiß. Ein Unding iſt ein Unding. Die Welt iſt ein Unding. Die Welt iſt ein gro⸗ ßer Spiegel, aus Nichts gemacht, d. h. erſchaf⸗ fen, in dem ſich Nichts abſpiegelt. Denn aus Nichts wird Nichts. Der Teufel iſt ein Spiegel und die Welt iſt der Teufel, und die Weiber ha⸗ ben den Umgang mit dem Teufel und haͤngen ihn an alle Waͤnde; und das iſt noch viel ſchlimmer, als wenn ſie ihn blos daran mahlen. Wer nur etwas zu ſein glaubt, iſt eben darum gar Nichts, den das Ich ſteckt ja mitten im Nicht-Ich drinnen, wie die Made in der Haſelnuß. Wer ſein wille, muß Alles ſein; aber Alles iſt wieder Richts, und ich war Alles und Nichts. Wenn euch das zn wunderlich und hoch iſt und ihrs nicht begreifen koͤnnt ſo macht die Augen zu, und wuͤhlt un⸗ ſpielt, und lacht und macht, und plappert und klappert, und weint und ſcheint wieder wie vorher