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weſen, mögen ſie ſelber am beſten wiſſen. Weil nun der Wille eines Verſtorbenen geachtet werden muß nach romiſchem und deutſchem Recht, und die Verſtorbnen manchmal wunderlich Zeug wol⸗ len, ſo will und verlange ich hiemit: daß alle die, ſo ſich zu dieſen Freunden zaͤhlen, an einem Ort uſammenkommen, um ſich einander zu erken⸗ nen und zu vereinigen. Das ſoll noch ein viel aͤrgeres gelehrtes Geſpraͤch werden, als das Augs⸗ burger, und ich lache noch am Rande des Grabes daruͤber, welch luſtige Verwirrung das abgeben wird, als Spiegel meines eignen, uͤbernudelten, zuſammengeſudelten und durchgehudelten, verwirr⸗ ten und verzerrten Daſeins. Könnt ihr Eins werden, dann verſprech ich euch aus dem Grabe wiederzukommen, und ſollten auch ſchon die Ma⸗ den mir slles Fleiſch von den Knochen gefreſſen haben. Es geht aber wahrhaftig 13 S 6 ber zu.
Alles, was ihr ſeid, war ch ja allein auch Alles. Konnte ſich das wohl einen? Eben drum war ich auch Nichts. Mein leeres Spiegelbild hat euch oft genug zu ſchaffen gemacht, und doch war dies Spiegelbild Nichts, ein Spiegelbild ohne Urbild, ein Schatten ohne Koͤrper, ein Schein ohne Weſen, ja alles das nicht einmal, grade zu ein Unding. Dies Wort, das rechte Sauber⸗ wort des Ungeiſtes, der ſlets verneint, konnt ihr armen Engel auf der Erde fretlich noch nicht begreifen, und doch ſeid ihr alle eben ſolche Un⸗ dinger, ohne daß ihrs wißt. Die Frage iſt nur: Ob das Unding im Tod ein Unding bleibt, oder


