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ſoll—— Geduld! nur Geduld, ich will ſo⸗ gleich ſagen was ich will. Auf ſo vielerlei Ar⸗ ten nehmlich wollte ich die Vorrede anfangen, mich der Leſewelt zu Liebe in fruchtloſen An⸗ ſtrengungen abmarternd, um in dem laͤngſt ſo unendlich breit getretenen und erſchoͤpften Felde der Vorreden nur einigermaßen neu zu ſein. Aber Alles klang, als waͤr es irgend ſchon da⸗ geweſen, und da gerieth ich in edle Verzweif⸗ lung, ſchwang meine Feber, und beſchloß gar keine Vorrede zu ſchreiben. Doch iſt nicht ein Buch ohne Vorrede wie ein Hund ohne Schwanz ſo zu ſagen, oder wie ein Rathsherr ohne Amts⸗ geſicht, oder ein Rittmeiſter ohne Schnurrbart, oder eine Stadt ohne Thurm? und. ſehen nicht die meiſten deutſchen Leſevereine immer zuerſt nach der Vorrede, obgleich ſie ſie ſelten leſen— aber ſehen wollen ſie doch wenigſtens; daß eine da iſt? Iſts nicht einmal ſo hergebracht, daß jedes Ding in der Welt außer ſeinem natuͤrli⸗ chen Anfang und Ende noch einen vorgeſchob⸗


