Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1826)
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als den des Zorns, und ihre Zuͤge blieben hoͤchſt anmuthig und liebenswuͤrdig. End⸗ lich hoͤrte ſie auf zu leſen und brach in Thraͤnen aus.

Ich war uͤberwunden. Und haͤtte es mein Leben koſten ſollen, ich haͤtte mich nicht einen Augenblick laͤnger ruhig verhal⸗ ten koͤnnen. Ich eilte zu ihr hin, und nahm den Brief vom Boden auf.Darf ich? fragte ich.Warum ſollte ich nicht Ihr Freund ſeyn duͤrfen, Annabella? Noch mehr Thraͤnen? Wie gern moͤchte ich ſie auf immer trocknen! doch das ſoll nicht ſeyn! Nun ſo laſſen Sie mich we⸗ nigſtens wiſſen, ob es in meiner Macht ſteht, Ihren Kummer zu erleichtern. Sie koͤnnen meiner Verſchwiegenheit gewiß ſeyn, wenn Sie mich mit Ihrem Vertrauen be⸗ ehren wollen. Darf ich? Noch immer hielt ich den Brief; ſie antwortete mir nicht