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Da trat Diego eben ein. Er traute ſeinen Augen kaum, als er den verloren geglaubten Freund an der Tochter Seite lebend vor ſich ſah.
Bald überzeugten ihn aber Ramiro's um⸗ ſchlingende Arme, daß er nicht träume, daß der Geliebte ſeiner Laura an ſeinem Herzen ruhe.
Freudenthränen im Auge trat nun auch der Prior näher, und faßte die Hand ſeines jungen Freundes. Sanft verweiſend blickte er ihn an.
„Ja, Ihr hattet Recht,“ rief Ramiro jetzt aus, „Euch, nächſt Gott, verdanke ich es, daß ich glück⸗ lich bin!“
In einigen Tagen ſprach der fromme Prior den Segen der Kirche über die beiden Paare, welche alsbald in ihre Heimath reiſten, und nach den Stürmen der Prüfung eine Reihe von Jahren froh und glücklich dahinlebten.
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