Meberraſcht machte ſich Ramiro aus den um⸗ ſchlingenden Armen der Frauen los, die ihre Schleier zurückſchlugen und ſich als Laura und Iſabella zu erkennen gaben.
Iſabella ſank zu Ramiro's Füßen nieder, hob bittend die Hände zu ihm empor, und begann mit thränenden Augen:
„Edler Ritter, könnt Ihr einem unglücklichen Geſchöpfe wohl verzeihen, das ein Jahr unter Kummer und Thränen verlebt! O blickt verſöhnt auf mich, habt Mitleid mit einem Weſen, das Reue und Gewiſſensbiſſe verzehren.“
„Was habt Ihr gethan?“ fragte Ramiro be⸗ fremdet über dieſe ſeltſame Anrede.
„Euch den Himmel geſtohlen!“ antwortete
Iſabella. 9**


