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darum gerechtfertigt wäret, weil Ihr größere Schurken im Scheine der Sonne wandeln ſeht, als Ihr ſeid, denn ein Jeder iſt der Sohn ſeiner Werke.“
„Solche Worte hatte ich nicht von ihm er⸗ wartet,“ ſagte Moneſtan zu dem Biſchofe.
„Ich ſagte es Euch gleich: der Mann hat Geiſt!“ antwortete der Angeredete.
Indeß fuhr der Venetianer fort:
„Und warum vollbrachtet Ihr die Werke Euerer Sünde?— Um eines Wenig Geldes wegen!— O Nichtswürdige, meine Brüder, meint Ihr, daß Ihr je reich werden könntet?— Wenn das Euer Ziel war, ſo kehret um auf den Weg der Tugend, denn welchen Menſchen hienieden könnt Ihr mir reich zeigen? Kann der Menſch je in die⸗ ſem Erdenthale befriedigt werden? Sagt uns nicht ein unnennbares Etwas, daß wir nicht für dieſe Welt geſchaffen ſind, ſondern für eine andere Heimath? Glaubt mir, lebt heiter und zufrieden, faßt Alles von der beſten Seite auf, denn auch der Reichſte muß ſterben, und nackt, wie man gekom⸗
men, geht man auch aus dieſem Leben wieder


