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Vor dem Altare ſtand ein Mann, der in ein aus Weinreben geflochtenes Chorhemd gekleidet war.
Als die Geſandtſchaft ankam, ſang man eben olgende Strophen einer von jenen parodirten Vespern, mit denen das rohe Mittelalter einen grauſigen Spott trieb.
„Trinkamus gentes!“ ſang der Mann vor dem Altare, der kein Anderer war, als Michel
Angelo.
„Et non heuchlando vollbringamus vi- tam!“ antworteten die Räuber im Chor, worauf ſie aus ihren Bechern tranken.
„Machite scandalum et erpressite schweis- sum hominum,“ nahm darauf Michel Angelo wieder das Wort.
„Et weibrarum!“ antwortete der Chor und trank von Neuem.
„Adorate dominum,“ ſagte Michel Angelo.
„Quia machavit weinum,“ antworteten die
Räuber und tranken.
„Ne peccemus zuschr,“ fuhr der Venetia⸗ ner fort.


