Teil eines Werkes 
1. Band (1900)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

157

Kriegsmacht kennen lerne, ſagte Hilarion dem Ungläubigen in das Ohr.

Moneſtan zog Hilarion an ſeinem Amtsge⸗ wande, um ihn an einer fernern Unterhaltung mit dem Fremden zu verhindern. Der hartnäckige Hilarion ſuchte dagegen Moneſtans Hand unter dem Tiſche hinweg zu ſchieben, und es entſtand auf dieſe Weiſe ein geheimer Kampf, während deſ⸗ ſen der Biſchof fortfuhr, leiſe mit ſeinem Nachhar zur Linken zu ſprechen und zu ihm ſagte:

Auch haben wir Staatsgründe, dem Könige ſelbſt zu verbergen, wie groß die Macht iſt, die wir bereits für ihn angeworben haben.

Endlich ſiegte Moneſtan, und der Biſchof ſeufzte darüber.

Der erſte Miniſter hatte den Almoſenier ſo feſt an ſeinem Amtsgewande gezogen, daß dieſer gezwungen war, nach jenem umzuſchauen, um zu erfahren, was er eigentlich von ihm wollte.

Unglücklicher Weiſe lag aber eine ſo unendliche Sanftmuth in Moneſtans blauen Augen, daß es dem Biſchofe unmöglich war, den warnenden Blick des erſten Miniſters zu verſtehen.