wüßte nicht, daß man uns je in einem Schloſſe gaſtliche Aufnahme verweigert hätte.“
„Meine Herren,“ entgegnete Johann,„nie hat ein Luſignan die Pflichten der Gaſtlichkeit ver⸗ nachläſſigt. Seid uns willkommen!“
„Ueberdieß haben wir Beſonderes mit Euch zu beſprechen,“ erwiderte der Unglänbige.
Der ſchwarze Ritter war indeß ſo nahe wie möglich an die Prinzeſſin herangeritten und ſchien dieſelbe mit ſeinen Blicken zu verſchlingen. Die Prinzeſſin dagegen war nur mit dem beſchäftigt, was ihr widerfahren war, dachte nicht an die Un⸗ ordnung ihrer Kleidung, und noch weniger an die beiden fremden Ritter.
Der gute König freute ſich, daß der Zufall ihm Gäſte zugeſandt habe, vor denen er den Reſt ſei⸗
ner Pracht und ſeiner Reichthümer entfalten
könnte, und die Befehle, welche er an Bombans zu ertheilen hatte, wollten daher kein Ende nehmen.
Während Clotilde nach ihrem Zimmer eilte, um ſich unter Joſettens Beiſtand umzukleiden, übergab er ſeine Gäſte unter dem Portale der Für⸗ ſorge ſeiner drei Miniſter und ſagte dabei:


