Dagegen beſaß der zur Linken Gehende, Hila⸗ rion d'Aoſti, Biſchof von Nikoſia und Almoſenier des Königs, die Gluth eines jungen Kriegers und die Verſchmitztheit eines Diplomaten. Sein ſtol⸗ zer Blick ſchien Kampfesluſt zu athmen, und da er
für jetzt dieſe Luſt nicht auf dem Schlachtfelde bü⸗ ßen konnte, ſo hielt er ſich wenigſtens durch einen Wortſtreit ſchadlos, den er mit Moneſtan begonnen hatte.
„Ich wiederhole es,“ ſagte der Letztere,„daß wir das Königreich verloren, weil wir in der Re⸗ liqion lau geworden.“
„Und ich, mein Herr,“ entgegnete der Biſchof, nich wiederhole, daß der Ewige für uns geweſen ſein würde, wenn wir dreißigtauſend Mann Kern⸗ truppen gehabt hätten.“
„Man vernachläſſigte den Gottesdienſt.“
„Man hatte die Feſtungswerke von Nikoſia verfallen laſſen.“
„Nur die Religion bildet gute Soldaten.“
„Aber zuvor muß man doch Soldaten haben!
— Mein Herr, dreißigtauſend Mann, gleichviel ob Chriſten, Muhamedaner oder Heiden, ſind die


