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Abdollah kämpfte während dem einen gro⸗ ßen Kampf. Ja er entfernte ſich ſogar aus ſeiner Wohnung, kehrte aber bald etwas beruhigter wieder, und ſuchte nun, da er mit ſeinem verwundeten Gaſte allein war, für dieſen zu ſorgen. Doch konnte er den Widerwillen, der ihn dabei ergriff, nicht ganz unterdrücken. Bahcam ſah ihm meh⸗ rere Minuten ſchweigend zu, dann ſagte er:„Bemüht Euch nicht; es hilft doch „nichts. Meine Zeit iſt aus, und ich bin „froh, daß ſie aus iſt. Laßt jetzt den Groll, „und verzeiht mir, daß ich that, was ich „mußte.“
Abdollah antwortete nicht. Bahcam fuhr fort:„Folgt dem Beiſpiele Fatima's. Sie hat „mir verziehen.“ Und nun erzählte er Ab⸗ dollah, was mit Fatima ſeit ſeiner Entfer⸗ nung von dem Schloſſe Königsperle ge⸗ ſchehen war; auch theilte er ihm Ahmed's Bekenntniß mit, und zuletzt geſtand er ihm ſeine Liebe zu Fatima.
Aufmerkſam und mit der größten innern Bewegung hörte ihn Abdollah an, und als
er geendet hatte, ſagte dieſer:„Euch ver⸗ „zeihe ich! Ich verzeihe Euch ſelbſt die Er⸗ 18*


