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Die Assassinen oder Die Eroberung der Königsperle durch den Bund der Blutigen : eine historisch-romantische Geschichte / von F. von Stengel
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chen ſie verrathen könnte, daß ich ſie ge⸗ fangen gehalten, und Eueren Zorn, der auf eine ſolche Entdeckung folgen würde. Ich ließ Euch deshalb in dem Glauben, ſie ſey irgendwo in der Gegend verborgen, abreiſen. Und da auch nach Euerer Ent⸗ fernung ich es nicht für rathſam hielt, ſie aus ihrer Haft zu befreien, ſo beſchloß ich, ſie ſo lange ihr Leben währet, ge⸗ fangen zu halten. Meine Vertrauten rie⸗ then mir, ſie ermorden zu laſſen. Ich konnte mich aber nicht dazu entſchließen, obwohl ich dadurch ihre Leiden geendet hätte, da ſie ſehr krank war als man ſie in das Schloß brachte. Auch ſoll ſie, wie man mir ſagt, es noch ſeyn. Niemals vermochte ich es, mich ſelbſt davon zu überzeugen. Ich kann ſie nicht ſehen. Mit allem Nothwendigen ließ ich ſie aber ſtets verſorgen, ja ich hatte öfters inniges Mit⸗ leiden mit der Unglücklichen. Nur der Gedanke an Euch und Euere Liebe zu ihr, konnte dieſes wieder aus meiner Bruſt verbannen.

Erbärmliches Geſchlecht mit ſeiner Ei⸗ ferſucht! rief Bahcam mit Verachtung.