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deſſen Mörder, ſammt allen ſeinen Ver⸗
wandten, männlichen und weiblichen Ge⸗
ſchlechts, unter des Henkers Beil brachte. Das unnatürliche Ende Haſſan's I. ſchreckte ihn aber nicht, und er trat ganz in deſſen Fußſtapfen, während er wie dieſer die Lehre der Ruchloſigkeit predigte, und ſch in der oberſten Imamswürde behauptete. Allein auch den Studien der mathematiſchen und metaphyſiſchen Wiſſenſchaften gab er ſich hin; dabey beſchützte er die Dichtkunſt, welche unter ſeiner 46 Jahre langen Regie⸗ rung in Perſien dem Gipfel ihres höchſten Glanzes nahte. Außer dieſem Schützen der Poeſie und Wiſſenſchaften gebührt ihm aber der Fluch der Völker und der Fürſten, der ihn auch im volken Maaße getroffen.
Nach Mohammed II., der vergiftet wor⸗
den ſeyn ſoll, trat deſſen Sohn, Dſchela⸗ leddin Haſſan, der 3te Großmeiſter dieſes Namens, als Wiederherſteller der wahren Religion nach den ſtrengſten Grundſätzen des Islams auf. Was ſein Vater und Großvater erlaubt hatten, verbot er; die von beiden niedergeriſſenen Moſcheen wur⸗ den aufgebaut, und der aufgehobene Gebet⸗ 2


