193
kurze Zeit— es iſt mir, ſie würden dann glück⸗ licher mit ihr werden. Doch das ſind vergebene Wünſche.— Erſt ſpäter— erſt wenn ſie ihre Gattin und glücklich in ihrer Liebe iſt— werde ich ſie ſehen. Dann kommen ſie mit ihr hieher zu uns, oder wir beſuchen ſie auf Bardenberg. Dochenein— nein— nicht in Bardenberg, nur hier können wir zuſammen glücklich ſein.— Das Schloß ihrer Ahnen, Edgar, würde mich er⸗ drücken.“
Sie wandte ſich nach dieſen Worten ſchnell von Edgar hinweg, und ſprach mit ihrem Nachbar zur andern Seite und bemerkte dabei, daß am Ende
der Halle ein verhülltes Bild aufgeſtellt war. Sie befragte ihn darum, doch er wußte nur, daß es ſchon hier geweſen, wie er gekommen, und ſie wohl einer der malenden Freunde mit einem Kunſtwerk von ſeiner Hand überraſchen wolle.— Sie forſchte nicht weiter, auch wurde eben ein feines Mahl aufgetragen, und die theilts zerſtreut Umherſtehen⸗ den, theils im Garten Umherwandelnden ließen ſich jetzt an der länglichrunden Tafel nieder, und fröhliche Scherze umkreiſten ſie alſobald. Der
Champagner ſchäumte, und ſprudelnder Humor glitt Stein, Die Braut im Kloſter. U. 13 S


