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ihm gediehen. Sie begeiſterten ſich durch die Geſänge italieniſcher Dichter, die Ella ſo ſchön vorzutragen verſtand, und Edgar dankte ihr erſt das volle Verſtändniß derſelben. Er kam ſich oft wie ihr Zögling vor, und ſie nahm das liebende Intereſſe an ihm, das geiſtreiche Frauen ſo häufig an noch unentwickelten, männlichen Charakteren nehmen. Dazu kam, daß der letzte Sproſſe der Bardenberg ſie noch ganz beſonders intereſſirte, und ſie gab ſich in manchen Stunden einemſo leb⸗ haften und tiefen Gefühl für Edgar hin, daß es der Liebe glich, und Lorenzo mehr als je eine äuf⸗ keimende Leidenſchaft ſeiner Freundin für den jun⸗ gen Grafen entdecken wollte. Dagegen anzukämpfen lag weder in ſeiner Macht noch in ſeinem Willen, auch fürchtete er nicht, daß Ella durch eine Lie⸗ besleidenſchaft unglücklich werden könne, dafür erſchien ihm ihr Geiſt zu kräftig; allein ſchon der Gedanke, daß es ihr ein Leiden, wenn auch ein vorübergehendes, bringen könnte, ängſtigte ihn. Und welches Glück konnte für Ella, ſelbſt wenn der Graf ſie wieder liebte, daraus erwachſen?— Er mußte bald wieder ſcheiden, ſich verloben,
vermählen, und löſte ſich auch dieſe Verpflich⸗ 2


