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gegenſtellte, erlag bald unter dem richtigen Ge⸗ fühl des allgemeinen Publikums, das ſelten, ja eigentlich nie, eine Ungerechtigkeit gegen das wahre Talent duldet, beſonders nicht, wenn es ſich ſo entſchieden zeigt, wie es bei Wilhelmine der Fall war.
Sie blieb unbeſtreitbare in dem Kampf um ihre Exiſtenz an dem Theater, das ſie auf„Gefallen“ und„NRichtgefallen“ engagirt hatte, und wurde gerade dadurch, daß ſie käm⸗ pfen mußte, ſchneller als es vielleicht ſonſt ge⸗ ſchehen wäre, der erklärte Liebling des Publikums. Ihre Gegner ſtreckten die Waffen und auch die Federn, welche ſchon geſpitzt zu ihrem Verderben waren. Was Wilhelmine in der Freude ihres Triumphes zuweilen ſtörte war das mangelnde Repertoir das ſelten etwas wirklich Gutes brachte und ſich hauptſächlich nur in ſogenannten Effeet⸗ ſtücken, dem leichten Luſtſpiel und der Poſſe bewegte. Der Beifall, der ihr wurde, befriedigte ſie darum auch weniger, als ſie davon erwartet hatte. Da, wo Rolle und Darſtellung ihr ſelbſt am wenig⸗ ſten genügten, fand ſie gewöhnlich die lebhafteſte Anerkennung, und das konnte ſie ſogar verſtim


