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ſo unveränderlich ausſieht!“ athmete Ella auf, mit einem Blick auf Lorenzo.
„Und doch,“ verſetzte er,„wandeln auch dieſe Eispyramiden, von unwiderſtehlicher Lebenskraft getrieben— langſam. unaufhaltbar— vorwärts — einer endlichen Auflöſung entgegen.— Auch hier der Wandel der Erde, das ewige Naturge⸗ ſetz des Entſtehens und Vergehens.“
Ella blieb ſtehen, und Lorenzo's Hand er⸗ greifend, ſagte ſie:
„Mir graut faſt, weiter voran zu ſchreiten. Iſt dieſes Eisfeld nicht einem ſchönen Leichen⸗ kleide ähnlich? Und iſt es nicht allzuverwegen darüber hinzuwandeln und neugierig in eine Welt einzudringen, die ſcheinbar kein Leben mehr birgt,
und die mir plötzlich vorkommen will wie eine Brücke in das Jenſeits hinüber. Ja könnte man ſie raſch überſchreiten, Freund!— Ah, ſehen ſie, wie die Eiſeszacken erglühen in dem wunderbarſten Farbenſpiel!— Möchte man da nicht hinauf, immer höher hinauf, bis in die Wolken hinein!— Doch ach! ſo kommt man nicht in den Himmel! erſt heißt es, hinab in das Grab, in die dunkle Todes⸗ ſchlucht.— Warum nicht ſo hinein, ſo hinauft—


