— 283— gen, ſank wieder der Bote Jehovas aus der Fruͤhſonne zu mir herab. Und er ſprach zu mir, dem Anbetenden: Wohlan, Du frommer Hirt, nimm Deinen Stab zur Hand, die Zeit der Ar⸗ beit naht. Zeuch umher, richte Deinen Weg nach dem Aufgang der Sonne, von dort nach ihrem Lauf bis zum Niedergange, und verbreite das Gebot des Herrn und den Aufruf zur Be⸗ lehrung.“
„Und ich erhob mich gehorchend. Da be⸗ ruͤhrte die holde Lichtgeſtalt mit ſanftwarmer Hand meine Stirne, mich zum Gottesboten wei⸗ hend, und ein mildſtaͤrkendes Feuer ſtroͤmte aus ihrer Hand in mein Weſen uͤber. Als ich nun den Blick nach ihr erhob, war ſie verſchwunden.“
„Ich zog darauf von hinnen, durchwanderte viele Laͤnder und predigte dem verſammelten Volke Buße; doch die Wahrheitslehre regte mir uͤberall Widerſacher auf; hie und da ward ich verfolgt; hier wollte man mich ſteinigen, dort ſo⸗ gar toͤdten. Da entbrannte mein Zorn, ich rief zu Jehova, und eine große Waſſerfluth brauſete hernieder und herauf; alles Leben ward vernich⸗ tet; ich aber ſtieg auf den Gipfel der Gebirge im heutigen China, und ward erhalten. In ei⸗ ner Felſenhoͤhle entſchlief ich eines Abends, und


