3—
Nit dieſen Worten ſchied er aus dem Krei⸗ ſe, der ihn ſegnete als den milden Herrn, von dem ſie Entſchaͤdigung hofften fuͤr allen Laſten⸗ druck, den Hert von Hecht mit eigenſuͤchtigem Sinn und harter Hand uͤber ſie gehaͤuft hatte.
Ruͤcktehrend zur Tafel ward er von dem Nachbar, Herrn von Hecht, dem der Champag⸗ ner aus Edwins Keller die Zunge entfeſſelt hat⸗ te bei der Hand genommen und traulich gelieb⸗ koſet.„In der That,“ ſprach dieſer,„Sie ha⸗ ben einen guten Handel geſchloſſen. Das Gut Feldberg trug mir in den letzten Friedensjahren ſchon ſeine vollen zwölf Prozent, und ſegnet uns der Himmel, wie zu erwarten ſteht, mit noch hoheren Korn⸗ und Wollpreiſen, ſo können Sie es leicht bis zu funfzehn, ja ſogar auf achtzehn
bringen. Und wollen Sie, wie ich, auch mit Getreide ſelbſt handeln, ſo—
Rein, ſiel Edwin mit einem Anfluge von Schanmröthe auf den Wangen ein, das werde
ich nie. Dieſer Hanbelszweig hat mir nie behagt.
„Außerdem,“ fuhr Jener fort,„ſollen wir bald die ſtaͤndiſche Verfaſſung haben, bei welcher die Gutsbeſitzer immer den größten Einfluß erhalten werden; dafuͤr laſſ ich die Großen ſorgen, die Allmaͤchtigen am Ruder, die ſaͤmmtlich Guͤter
A2


