Teil eines Werkes 
2. Band (1869)
Entstehung
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Ehe der alte Major an dieſem Tage ſeinen ge⸗ wöhnlichen Gang antrat, erſchien ein Arbeiter vor ihm und meldete faſt athemlos, daß das ſchönſte der Füllen über die Umwehrung hinweggeſetzt und auf das benachbarte Gebiet übergetreten ſei. Der Verwalter des Gutes Alſenſtein habe dies bemerkt und das junge Thier durch Hunde verfolgen laſſen, er ſelbſt ſei ihm zu Pferde nachgeſetzt, bis es in blinder Angſt in einen Sumpf gerathen, in welchem es noch ſtecke, ſodaß kaum der Kopf hervorrage. Der Verwalter ſei darauf lachend weiter geritten.

Dieſe Meldung brachte den reizbaren Mann in die größte Aufregung, aber zunächſt verſchaffte ſich am meiſten die Sorge um ſein Füllen Geltung. Sofort beorderte er eine Anzahl Leute, ließ Bohlen nach der ihm von dem Arbeiter bezeichneten Stelle ſchaffen und machte ſich ſelber auf den Weg dahin.

Was der Arbeiter erzählt, war richtig. Mit der größten Anſtrengung wurde das abgemarterte Thier aus dem Sumpfe gezogen; es ſchien erſt weder gehen noch ſtehen zu können und der Major befürchtete, daß es verenden werde.

Während die Leute ſich nun damit beſchäftigten, weitere Hülfe zu leiſten, nahte der Gutsverwalter aus Alſenſtein aufs neue, um ſein Pfändungsrecht an dem