Teil eines Werkes 
1. Band (1869)
Entstehung
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Vater und Tochter entfernten ſich, der Lieutenant Soren trat zögernd aus ſeinem Verſteck.

Hätte das matte Licht des Mondes geſtattet, die Züge des jungen Offiziers genau zu prüfen, man würde einen tiefen, männlichen Ernſt, eine heftige inner⸗ liche Bewegung in denſelben geleſen haben. Die Worte des Obriſtlieutenants hatten ihn erſchüttert, er ſchämte ſich vor ſich ſelber, daß er ſich wie ein Dieb verſtecken und, nachdem er gezwungen geweſen, ſchweigend ein ungünſtiges Urtheil über ſich anzuhören, wie ein Verbrecher davonſchleichen mußte. Sein Vorſatz ſtand feſt: keine Macht der Erde ſollte ihn bewegen, je wieder in eine ſo unangenehme Lage zu gerathen.

Der Lieutenant Soren hatte die Bekanntſchaft ſeiner Geliebten auf dem Balle gemacht; Adelheid war ein ſchönes Mädchen von etwa achtzehn Jahren, leb⸗ haft und leicht empfänglich für äußere Eindrücke. Soren's Erſcheinung zog ſie allgewaltig an, ſeine gut⸗ gewählte Unterhaltung, ſein in jeder Beziehung liebens⸗ würdiges Auftreten feſſelte ſie, ihre Herzen fanden ſich ſchnell, um einen kurzen Traum von Liebe und Glück zu durchleben.

Arthur wurde früher in dem Hauſe ſeines Vor⸗ geſetzten mit Wohlwollen empfangen; der alte Obriſt⸗ lieutenant war in jeder Hinſicht ein biederer, ehren⸗

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