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jeder Bewegung Elaſticität und Gewandtheit verrathend,
ließ ihn faſt einige Jahre älter erſcheinen, als er in
Wirklichkeit war.
Der junge Offizier trug einen einfachen dunklen Cuvilanzug, wahrſcheinlich, weil er zu einem Rendez⸗ vous ſchritt, bei dem es möglicherweiſe zu unangeneh⸗ men Auftritten kommen konnte und er für dieſen Fall wohl unerkannt bleiben wollte. In dem bereits er⸗ wähnten Garten angelangt, ſtand er einen Moment ſtill und lauſchte; dann, als er keinerlei Geräuſch ver⸗ nahm, wanderte er vorſichtig einige Schritte weiter, ſtand von neuem und horchte, ſchritt wieder vorwärts und gelangte ſo endlich an den Eingang einer dicht⸗ verwachſenen Laube.
Kaum hatte der Lieutenant die Laube erreicht, als eine Frauengeſtalt im weißen Gewande aus derſelben trat und mit den Worten:„Mein Arthur!“ ſich in die Arme des Ueberraſchten warf.
„Verzeihe, Adelheid, ich habe Dich warten laſſen“, flüſterte der Offizier, die Dame umfangend.
„O Du biſt jetzt hier, damit iſt Alles gut; ich denke nicht mehr an die entſetzliche Qual des Wartens“, ent⸗ gegnete Adelheid ſeufzend.
„Es war mir unmöglich, mich früher von einigen
Kameraden loszumachen, die durchaus den Abend in


