Teil eines Werkes 
2. Theil (1824)
Entstehung
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ſchmaler Fußſteig leitete ſie zu einer kleinen, vom Gebuͤſch halb verſteckten Cabane. Der daͤmmernde Raum lud zum Sitzen ein.

Hier quaͤle ich mich ſo manche Stunde mit truͤ⸗ ben Gedanken, ſagte ſie; meine Lage iſt ſchrecklich, und nirgends find' ich Vertrauen; ich darf mich Nie⸗ manden entdecken, Ihnen am wenigſten, und dem⸗ nach o, wenn Sie ahnden koͤnnten! Sie wendete ſich mit gefalteten Haͤnden zu ihm, der ih re Seufzer durch keine Frage zu unterbrechen wag⸗ te. Die wunderbare Frau erſchien ihm mit jedem Augenblick intereſſanter und in ihrer raͤthſelhaften Beklemmung liebenswuͤrdiger. In Gedanken hielt er ihr hingegeben leidendes Weſen gegen Vale⸗ riens unfriedliche Heftigkeit; und letztere konnte bei dem Vergleich nur verlieren.

Man will Ihnen nicht wohl, fing ſie wieder an mit bebender Stimme; mir auch nicht, es iſt ihre Augen ſuchten aͤngſtlich am Boden es iſt ein ſchaͤndlich Spiel im Werke. Aber um Gottes⸗ willen, fuhr ſie ploͤtzlich auf, glauben Sie nichts, was man Ihnen uͤber mich ſagen wird; am wenig ſten was der Geheimerath ſagt!

Es flog wie ein Blitz durch Erwins Seele.