Teil eines Werkes 
14. Band, Sommermalven : Erzählungen und Novellen : 1. Band (1832)
Entstehung
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ihr zu erſcheinen mit meinen Maͤngeln und Fehlern! denn allgemach draͤngte ſich mir ein gewiſſer Zweifel an meiner Infallibilitat auf vor der Geliebten! vor der Kuͤnſtlerin!

Wer je geliebt hat, und alſo aus Erfah⸗ rung weiß, wie eiferſuͤchtig der Liebende darauf iſt, der Geliebten ſich nur im guͤnſtigſten Lichte zu zeigen, der glaubt mir wohl, wenn ich ver⸗ ſichere, daß ich, in das dichtere Dunkel der Couliſſen zuruͤcktretend, im wirklichen Gebet meine Sache einer hoͤhern Macht anheimſtellte, und wer weiß, waͤre der katholiſche Glaube der meinige, ob ich nicht ein Gelubde gethan hätte? Vielleicht eines der ſeltneren in ſeiner Art.

Haben Sie den neuen Acteur ſchon geſehen, der heute ſich producirt? fragte dicht neben mir ein Quidam den im Dunkel herumkramen⸗ den Theatermeiſter, der meiner noch nicht an ſichtig geworden war, und den ich auch nur an der Stimme erkannte.