Teil eines Werkes 
14. Band, Sommermalven : Erzählungen und Novellen : 1. Band (1832)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

291

blickten, zogen ſie freilich das Geſicht in ernſte Falten, aber als nach wenig Wechſelworten wir ſchieden, ſetzten ſie eifrig ihr voriges luſti ges Geſpraͤch fort. Sie mußten einen Schwank von der ſpaßhafteſten Art zu anatomiren haben, denn ihr Gelaͤchter ſchien mir unausloͤſchlich, bis ſie meinen Blicken entſchwanden. Ich kam nach Hauſe, ohne Appetit, und uͤberließ mich dann, fuͤr den Abend mich zu erheitern, auf einige Stunden einer unruhigen Sieſte.

Nun bin ich bis zu der Beſchreibung eines Abends gekommen, der mir, wuͤrde ich achtzig Jahre alt, ewig unvergeßlich bleiben wird, den ich auch Niemand muͤndlich darſtellen koͤnnte: indem mich ſogar jetzt, da ich die boͤſe Remi⸗ niscenz dem Papiere anvertraue, das, wie be⸗ kannt, uns immer mit demſelben ſtarren und blaſſen Geſichte anblickt wir moͤgen Groß⸗ thaten, oder nichtswurdige Friumphe, oder