Teil eines Werkes 
2. Band (1830)
Entstehung
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N 5

kleine Fenſter in die Wirthſchaft der Hausfrau, helobte oder tadelte ſie, nachdem ſie fleißig oder laͤſſig geweſen, und nahm die Kinder mit in ſeinen ſchoͤnen Garten, von dem die Kleinen nicht genug zu erzäͤhlen wußten. Wenn ſie ſo vergnuͤgt und froͤhlich heimkamen und plauderten und die Herr⸗ lichkeiten, die ſie geſehen, beſchrieben, laͤchelten wohl die Eltern theilnehmend und milde, aber ein wehmuͤthiges Gefuͤhl preßte ihre Bruſt. Und dieſes Gefuͤhl, das ſie nur ausſprachen, wenn die Kinder nicht daheim, war Sehnſucht, Ver⸗ langen nach dem herrlichen Garten ihres Mei⸗ ſters, in dem ſie auch einſt gelebt hatten, und den ſie jetzt ſeit Langem nicht betreten durften. Sie beneideten im Stillen ihre Sproͤßlinge, weil ſie gluͤcklicher ſchienen und kluͤger als die Eltern ſelbſt. Die Maͤdchen ſaßen oft halbe Tage lang im bluͤhenden wuͤrzigen Graſe, und plauderten mit den Blumen, mit den raſtloſen Kaͤfern, mit der fleißigen Spinne. Die Knaben wiegten ſich auf ſchwankenden Aeſten und horch⸗ ten auf das Reden der Baͤume, auf den Pfiff