elegantern Marmortiſchen ſitzend, bruͤſtet ſich ein allerliebſter Blumenflor der ſchoͤnſten und ge⸗ putzteſten Damen. Unter mannichfachem Koſen, Scherzen und Schwatzen werden Erfriſchungen eingenommen. Waͤhrend Orangenbluͤthen, Him⸗ beerenſaft und Eis den Gaumen kuͤhlen, ertoͤnen, das Ohr zu kitzeln, Weber's Zaubermelodieen, Roſſini's Semper idem's, recht artig ausgefuͤhrt von einer Geſellſchaft reiſender Muſiker, die ſich den Sommer uͤber im Bade aufhalten, und auf der Promenade alle Nachmittage von drei bis fuͤnf Uhr zur Ergoͤtzlichkeit der Anweſenden froh⸗ nen muͤſſen. Man laͤchle nicht uͤber den Aus⸗ druck. Er verſteht ſich buchſtäblich. Die armen Jungen Euterpe's bezahlen mit dieſer Frohnar⸗ beit die Erlaubniß, ſich im Bade aufhalten und zuſehen zu duͤrfen, wo etwa ein Verdienſt fuͤr ſie abfaͤllt. Es iſt ihnen verboten, fuͤr dieſen Ohrenſchmaus etwas von den Zuhoͤrern zu ver— langen, und das iſt ſehr recht. Die Gaͤſte kom⸗ men gerade von der Tafel, wo ſie ohnehin
Muſik zu bezahlen hatten. Von freien Stuͤcken


