jetzt auch ſchon die Freuden der Mutter em⸗ pfinden, und dieſes Gefuͤhl befreundet mich mit ihr, der Unbekannten. Macht ſie mir daher be⸗ kannt, mein Herr.“— Neuklam ſchwieg betrof⸗ fen, ſenkte die Augen zu Boden, und erwiederte dann langſam und mit dumpfer Stimme:„Meine edle Frau; kann ich den Graͤbern gebieten, daß ſie ſich aufthun, und den Verſtorbenen, daß ſie wieder leben? Mein Weib iſt dahin. Die Stunde ihrer Entbindung war auch ihre letzte; meines Sohnes erſter Athemzug ſein letzter. Kind und Mutter riß der Tod hinweg, und ich ſtehe einzeln und verlaſſen auf der Erde, dop⸗ pelt ungluͤcklich, wenn mein Anblick„Euch verletzt, die ich mehr verehre, als das Heiligſte dieſer Welt.“—„Der Anblickdes Mannes, der des Markgrafen Leben rettete, verletzt mich nicht;“ verſetzte Maria nach kurzem truͤbem Schweigen:„Ich rechne darauf, daß auch kein Wort, kein Blick von ihm meine Wuͤrde und mein Gefuͤhl beleidige. Die Trauch um ein liebes Weib und um eine vernichtete Vaterhoff⸗
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17. Band, Winterspenden : Erzählungen und Novellen : 2. Band (1833)
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