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52. Band, Der König von Zion : romantisches Gemälde aus dem sechszehten Jahrhundert : 2. Band (1840)
Entstehung
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kung des Eheſtandes auf und erlauben den Brüdern, ohne ſie jedoch zwingen zu wollen, mehrere eheliche Weiber zumal zu nehmen, wie ſchon Abraham und die Erzväter gethan haben. Das Weib jedoch, das ſeinem Ehe⸗ manne nicht gehorſamte, oder das die ſittige Bewerbung eines Bruders ausſchlüge, ſoll des Todes ſterben.

Rottmann, nachdem er das Geſetz verleſen, ſetzte mit frommen Augenverdrehungen hinzu:Gott hat meine ſchwache Zunge in eine feurige verwandelt, denn ſie hat die mancherlei Bedenklichkeiten dieſer würdigen Verweſer des nenen Jeruſalem überwunden. Hermann Tilbeck, Gerlach von Wulen, Lambert Leodius, Peter Simſon, Heinrich Rhode, Berndt zur Moer, Lambert Bilderbeck, Antonius Güldenarm, Johann Eſtmann, Hans Oſſenbeck, Heinrich Kantus und Lamprecht Naberding! habt ihr nicht, ein Jeder von euch, Ja geſagt, und das Geſetz unterſchrieben 2

Sie bejahten alle feierlich und unterthänig, und Jan, der ſeine Freude ſchlau verhehlte, ſagte:Da ihr dieſes Geſetz für heilſam haltet, ſo will ich meine Zuſtimmung nicht verſagen. Es werden denn auch auf dieſer Seite die Spötter und Aergernißſucher durch unſere muthige Eintracht und Abſonderung von der gewöhnlichen Sün⸗ derwelt beſchämt werden! Aber noch iſt nicht Alles ge⸗ than. Auch dieſes Geſetz wird Feinde erwecken, und ich warne Zion vor dem Jan Mollenhecke, als vor ſeinem gefährlichſten Gegner. Den Kriegsherren Wulen und Leodius trage ich auf, unverzüglich den Mollenhecke und wer bei ihm gefunden wird, aufzuheben, während die übrigen Aelteſten vom Rathhauſe herab, und die Prediger in Iſrael auf den Lärmplätzen das neue Geſetz ohne Auf⸗ ſchub zu verkündigen haben. Schwertführer des Volks! wachet über die Widerſpenſtigen, ſtraft die Ruchloſen und belehrt die Strauchelnden!

Der hohe Rath hat ſich kaum hinwegbegeben, um