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»Ich bekenne vor aller Welt, nachdem ich's bisher Allen verborgen,« ſagte Amalie,»daß Sie, Arthur, mein Herz geruͤhrt, ſo daß es faſt gebrochen waͤre in ſehnſuchtsvollem, hoff⸗ nungsloſem Schweigen. Meine Mutter wählte Ihren Bruder, meine Tochterpflicht ſagte Ja, und Freundſchaft, wenn auch nicht Liebe, fuͤhlte ich fuͤr den raſchen, edeln Mann. Da betrat jener Teufel in der Unſchuldgeſtalt unſer Haus. Den Zwiſt der Bruͤder benutzend, bethoͤrte er die Mutter und mich. Den noch immer Ge⸗ liebten vor dem Tode zu retten, willigte ich in der Mutter Wunſch, die dem Armgewordenen die Thuͤre wies. Nach dem Sterben meiner Mutter boten Sie mir Ihre Hand, Arthur, aus Edelmuth ohne Zweifel. Die Frende pochte an mein Herz, aber ich bezwang mich, meines Unrechts gegen den fruͤheren Bewerber, der noch lebte, bewußt. Mit blutender Bruſt ver⸗ ſchmaͤhte ich den Geliebteren, um gegen Beide gerecht zu ſeyn. Der Doktor trat ziemlich offen


