—
Stirn kalt wie Eis iſt, und meine Bruſt iſt wie zuſammengeſchnuͤrt. Ich fuͤrchte, lieber Dok⸗ tor, es moͤchte bald Zeit ſeyn, meinen Mar zum Altar zu fuͤhren, wenn ichs uͤberhaupt noch thun ſoll. Sagen Sie mir nichts, troͤſten Sie mich nicht; ich fuͤhle den Wurm am Keim meines Lebens. Um ſo vorſichtiger muß ich jedoch zu Werke gehen. Ein redliches Wort zu Ihnen, mein Beſter. Sie kennen meine Freundſchaft, erinnern ſich meines Verſprechens. Ich habe bereits laͤngſt mein Teſtament bei meinem Notar niedergelegt. Es ſpricht Ihnen alles zu; jedoch haben ſich die Dinge geaͤndert. Mein Bruder iſt in ſeine alten Rechte getreten. Ich werde ein anderes Teſtament entwerfen. Sie ſind un⸗ eigennuͤtzig, Freund; darnm ſage ich Ihnen dieſes Alles offen und ehrlich. Sie werden nicht ver— geſſen ſeyn; allein Sie begreifen....«
»Herr Baron,« ermahnte Ogger,»wofuͤr halten Sie mich? habe ich je den Erbſchleicher gemacht? war ich nicht der Vermittler und 21*


