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nicht ſehr glänzend und erbaulich. Der Kapitän aß ſtark und trank nicht wenig; der Doctor beobachtete ſeine Umge⸗ bung, die Wirthin tranchirte, die Spieler trieben ihre Bi⸗ luſtigung fort. Eine Reiſekaleſche, die vor dem Hauſe hielt, brachte alle Köpfe in Bewegung. Sie fuhren an's Fenſter; nur die erfahrnern Tafelgäſte blieben ruhig. Der Reiſende, ein junger Mann, trat langſam in die Stube, während er vefahl, Mantelſack und übriges Gepäck nach dem beſten Zim⸗ mer des Hauſes zu liefern. Die von dem Anblick des hüb⸗ ſchen Mannes freundlich angeſprochene Wirthin machte den⸗
ſelben zum Nachbar des Doctors, und gebot, das verlangte
Diner eiligſt herbeizuſchaffen. Der Fremde grüßte Kapitän und Doctor höflich, und ſtreckte ſich dann bequem auf dem Stuhle aus. Der Wirth ſetzte ſich gegenüber, und ſtierte den Gaſt neugierig an. Die Spieler ſetzten das Spiel fort. Der Kapitän brach das Schweigen.
„Gute Reiſe gehabt, mein Herr?“
„Sehr gut.“
„Kommen weit her, ohne Zweifel?“
„Sehr weit.“
„Durchreiſend?“
„Nein.“
„Geſchäfte auf hieſigem Platze?“
„Ja.“
„Wären wir Landsleute? Ich bin ein Frieſe.“
„Ich nicht.“
„Darf man fragen, mein Herr,....
„O ja.“
„Woher die Reiſe...
„Kellner! eine Flaſche Wein!“ . 10


