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obendrein dazu eine andere Feierlichkeit, anziehen⸗ der als das Feſt der Heiligen. Die dienenden Broͤder hatten bereits das ſchmuckloſe Gotteshaus, ſo viel es in ihren Kraͤften ſtand, verziert. Gruͤne Buͤſche regten ſich an allen Waͤnden in dem ſtil⸗ len Luftzug, der in einer Kirche niemals aufhoͤrt; friſche Wachslichter waren an den drei Altären aufgeſteckt, die kuͤnſtlichen Blumenſtraͤuße, ein Geſchenk der benachbarten Kloſterfrauen, waren ſauber abgeſtaͤubt, und duftende Sträußer von aͤchten und gerechten Gottesblumen hinzugekom⸗ men, ſo gut uberhaupt der geringe Kloſtergarten, worinnen es der Zuchtſchnecken mehr als der Blu⸗ men gab, ſie liefern mochte. Weißes Linnen auf den Altären, die purpurrothe Decke uͤber der Kan⸗ zelbruͤſtung, die Hängelampen, Leuchter und Va⸗ ſen blank geſcheuert, und allenthalben flatternde bunte Kraͤnze, ſowohl auf dem dornengekroͤnten
Haupte des Gekreuzigten, als auch ſogar um den
hoͤlzernen Kapuzinerarm, der aus der Kanzel her⸗ vorragte, das Crucifir in der Hand. „Wir wollen's kurz machen;“ ſagte der Fruͤh⸗
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