Teil eines Werkes 
4. Band, Der Invalide : historische romantische Bilder unserer Zeit : 5. Theil (1838)
Entstehung
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war dazumal in England. Sogar meine Braut ſah ich hin und wleder wie eine vorübergleitende Erſcheinung. So innig mich jedoch ihre wunderbare Rettung erfreute, ſo wenig konnte ich damals daran denken, unſer Verhältniß in eine wirkliche Ehe umzuwandeln. Die Marquiſe war in miß⸗ lichen Umſtänden, wie ich; nur fand ſie bald freigebige Beſchützer, während ich geraume Zeit warten mußte, ehe ich in der ſehr reichen, aber etwas bejahrten Lady Drumby eine Gönnerin fand. Ach, meine Freunde, dennoch ſehnte ich mich ſtets nach den heimathlichen Gefilden. Ueber unſere Jogd in dem Bocage geht doch nichts, und über die ver⸗ nünftige Demuth unſerer Bauern geht wiever nichts. Ich trauerte, wie eine von der Sonne verſengte Blume, und mußte, nachdem die Herrlichkeit mit der Lady vorüber, bei den Fuchsjägern auf dem Lande herumziehen, und ſo zu ſagen vom Steigbügel leben. Endlich kam ich in die Nähe Seiner Majeſtät unſeres Königs; ich ſchloß mich an den Hof von Hartwell an. Ich wurde Ritter des heiligen Lud⸗ wigordens, zugleich Marechal de Camp, und ſtand ſo auf der Leiter zum oberſten Rang. Die Zukunft lächelte bald dem König, und ſomit lächelte ſie auch mir. Der König kam nach Paris, folglich auch ich. Da übrigens hier ſeufzte der Marquis beträchtlichmeine Beſtallung vor der Hand nur den Litel gibt, und ich folglich mich noch außer aller Aktivität befinde, ſo glaubte ich die leere Zeit nicht beſſer benützen zu können, als indem ich werthe Freunde aufſuchte, Freunde wie Sie, Madame, wie Sie, Herr Vicomte.

Während der Marquis das geſtickte Schnupftuch aus der Taſche zog, um mit der linken Hand eine Thräne zu trocknen,