Teil eines Werkes 
4. Band, Der Invalide : historische romantische Bilder unserer Zeit : 3. Theil (1838)
Entstehung
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Geldwechsler, bei welchem Gabriele noch Gold gegen Silber austauſchte, verzögerte die Abreiſe beinahe um drei Viertel⸗ ſtunden. Endlich rollten die Räder, endlich flog der Wagen davon, und die Reiſenden ſaßen ſtill in ihre Betrachtungen verſunken, und der Zukunft harrend. Der Fiaker fuhr über den Odeonplatz. Plötzlich verrammelt ein Volkshaufe den Weg. Beim Schein der Laternen ſieht Gabriele ein Cabriolet, das von dem Volke und von Polizeiwache angehalten wird. Ein rieſiger Mann erhebt ſich daraus, und ſtreckt mit einem Piſtolenſchuß den Sbirren zu Boden, der das Pferd beim Zügel hält, verwundet mit einem zweiten Schuß einen an⸗ dern, und wehrt ſich wie ein Verzweifelter gegen die Menge, die nun über ihn herfällt. Doch muß er endlich der Ueber⸗ macht weichen; ein gigantiſcher Schmied packt ihn, da ſchon die Schergen von ihm ablaſſen wollen, und übergiebt ihn den Feſſeln ſeiner Feinde. Der NameGeorges zittert durch die Lüfte, von tauſend Stimmen gebrüllt, und das Herz der Marquiſe erbebt, und Grenedan ſieht ſich ſchon im Geiſte auf dem Schaffot. Adelens Kind ſchlummert ruhig auf den Knieen der Entführerin, welche angſtvoll vor ſich hin liſpelt:Der unglückliche Georges hat nun ſein Schick⸗ ſal erfüllt; wer weiß, ob nicht in wenig Minuten auch das meinige entſchieden ſeyn wird? Endlich aber verläuft ſich die Menge und der Wagen ſtürmt weiter, und iſt bald im Angeſicht der Barriere d'Enfer. Ein zahlreiches Detaſche⸗ ment der Konſulargarde hielt an dieſer Pforte wie an allen übrigen Wache. Der Paß der Reiſenden wurde verlangt, von dem Sergeanten beim Schein der Laterne durchleſen, und Gabriele erkannte den Unteroffizier.